Volkmarode
tritt erstmalig 1154 ins Licht der urkundlich belegten, Geschichte und
zwar durch einen Fridericus de Volcmariggerod, in heutiger
Schreibweise Friedrich von Volkmarode. Seine Familie die sich nach dem
Ort benannte, amtierte als eines der bedeutendes welfisches Dienstmannengeschlecht und bekleidete bis ins 14.Jahrhundert das
Erbmarschallamt des Herzogtums Braunschweig. Die Marschälle von
Volkmarode führten im geteilten Schild oben den herzoglichen Löwen,
unten drei Rosen, von denen eine im Ortsteilwappen weiterblüht. Die Marschälle erbauten in Volkmarode auch eine Burg - sie wird im Wappen durch die Zinnenmauer repräsentiert -, die auf dem "Borgwohl" genannten Gelände stand, einem Hügel, auf dem 1878 bei Ausgrabungen starkes Mauerwerk und Ziegel zutage gefördert wurden. Die Ziegelmauer verweist aber auch auf einen Erwerbszweig, der vielen Volkmaroder Einwohner rund zwei Jahrhunderte lang bis in die neuere Zeit Arbeit und Brot gegeben hat: die Herstellung von Ziegeln in der Ziegelei "Moorhütte". Mit den Farben seines Ortsteilwappens erinnert Volkmarode an seine rund siebenhundertjährige Zugehörigkeit zum Land Braunschweig, jedoch nicht, wie viele andere Orte durch die im 18.Jahrhundert entstandenen blau-gelben Landesfarben, sondern durch die erheblich älteren, bis in das 13. Jahrhundert zurückreichenden, herzoglich braunschweigischen Wappenfarben Rot-Gelb. So wurde das Wappen am 7. Februar 1980 vom Ortsrat einstimmig angenommen.
 |